Lasse Nahrung Deine Medizin sein

Wie Du Deine Selbstheilungskräfte durch gesunde und bewusste Ernährung aktivierst und stärkst

Lange Zeit habe ich fast täglich eine Tafel Schokolade gegessen, häufig eine  komplette Tüte Chips dazu (ungelogen) und oft gab es Fertigprodukte. Gleichzeitig habe ich mich gefragt: warum bin ich so schlapp, energielos, antriebslos und leicht reizbar?
Dass hierbei ein Zusammenhang besteht, war mir lange nicht bewusst.

Erkennst Du Dich da wieder?

Da ich mich fitter, wohler und voller Energie fühlen wollte, habe ich schließlich einen Entschluss gefasst.

So geht es nicht weiter!

Also veränderte ich meine Art mich zu ernähren, aber auch über mich selbst zu denken.

Denn der erste und wichtigste Schritt ist, den eigenen Körper liebevoll anzunehmen und sich selbst wertzuschätzen.

Wenn dieser Schritt gelungen ist, dann ist alles andere ganz leicht. Sobald Du beginnst, Dich selbst zu lieben, bist Du es Dir wert, dass Du gut für Dich sorgst.

Damit die Veränderung langfristig ist, gilt es viele kleine Schritte zu gehen und Dir die Zeit zu lassen, die Du brauchst.

Sei liebevoll mit Dir, wenn Du eine Art “Rückfall” hast.
Nimm ihn als Zeichen, Dich einfach wieder daran zu erinnern, dass gesunde und bewusst Ernährung der richtige Weg für Dich ist.

Meine Ernährungsumstellung hin zu überwiegend veganer und vegetarischer Ernährung, mehr Obst, Gemüse, Frischkorngerichten und Hülsenfrüchten
und
weniger Zucker, Weizen und Fertigprodukten hat 1,5 Jahre gedauert. Mittlerweile kann ich sagen: es läuft gut. Es gibt immer noch Tage mit Naschereien. Aber diese sind wesentlich seltener geworden.

Vor allem ärgere ich mich nicht mehr über meine “Willensschwäche”. Denn ich weiß: morgen ist es wieder anders.
Manchmal gönne ich mir auch bewusst etwas besonderes (Eis, Kuchen, etc.). Und zwar weil ich Freude daran habe und nicht mehr weil ich unkontrolliert ein süchtiges Gefühl danach verspüre. Das ist sehr befreiend.

Durch den weiblichen Zyklus kann es ebenfalls sein, dass sich das Essverhalten verändert. Wir haben dann mehr Hunger. Dafür gibt es aber automatisch im Zyklus auch Tage, da reicht uns weniger.

Die Veränderung in der Ernährung macht was mit Deinem Umfeld

Lasse Dich davon nicht beirren. Es ist erstmal nur wichtig, zu wissen, dass jede Veränderung in Deinem Verhalten was mit Deinem Umfeld macht.

Es kann sein, dass Dein Umfeld erstmal scheinbar negativ reagiert. Dahinter steckt manchmal Unsicherheit. Dein Umfeld hat vielleicht sorge, dass Du Dich abwenden könntest, weil Du Dich nicht mehr so verhältst (z.B. kein Fleisch mehr isst und die anderen schon), wie die anderen.

Es kann aber auch sein, dass Dein Umfeld unbewusst Angst davor hat, dass sie sich nun auch verändern “müssen”. Was natürlich nicht stimmt.

Hilfreich ist hier: rede darüber mit Deinen Mitmenschen, wenn Du den Eindruck hast, dass es ihnen so geht. Dadurch kannst Du Druck rausnehmen und Deinem Umfeld verdeutlichen: ich mache das für mich und ihr dürft weiterhin so bleiben, wie es für euch passt.

Grundlagen einer bewussten Ernährung

  • langsam essen – “Gut gekaut ist halb verdaut”. Denn die Verdauung beginnt bereits im Mund.
  • Feste Zeiten für die Nahrungsaufnahme,
    z.B. zwischen 8 und 10 Uhr Frühstück (kann auch weggelassen werden, dann ist es intermittierendes Fasten), zwischen 12 und 14 Uhr Mittagessen, zwischen 17 und 19 Uhr Abendessen
  • Pausen von 3 – 5 Stunden zwischen den Mahlzeiten sind wichtig, damit der Körper sich reinigen und reparieren kann. Bei ständigem Verdauen ist diese Funktion nicht möglich. Dadurch kann Krankheit entstehen.
  • Nur essen, wenn Du hungrig bist (siehe hierzu die Übung weiter unten)
  • Kein Snacken zwischendurch
  • 1 bis 2 Liter Wasser pro Tag, so, wie Du Durst hast
  • Wenn Du merkst, das etwas gut tut, möchtest Du es automatisch öfter machen.
  • werde nicht komisch mit lauter festen Regeln. Bleib entspannt und im Flow
  • Kleine Schritte, dafür kontinuierlich, führen zum gewünschten Ziel.
  • Bleibe liebevoll mit Dir – vor allem bei Rückfällen.  Sieh’ sie als Erinnerung: “Der gesunde Weg ist mir lieber”
  • Erinnere Dich daran, WARUM Du das alles machst (mehr Energie? Gesundheit? Lebensfreude? Andere Ziele im Leben leichter erreichen können? Deinen Kindern ein Vorbild sein?)

Wenn Du Dich an diesen Grundlagen orientierst, kann sich Dein Körper zu jederzeit wunderbar regenerieren und gesund bleiben.

Durch bewusstes Essen und gesunde Lebensmittel stärkst und aktivierst Du Deine Selbstheilungskräfte.

Einstieg in die bewusste und gesunde Ernährung

Ich gebe hier bewusst keine Nummer 1 Diät vor, die Du jetzt sofort umsetzen sollst. Denn wir alle sind so unglaublich vielfältig in unserer Persönlichkeit und Lebensweise, dass jeder auch eine andere Ernährung braucht, um sich rund um wohl zu fühlen.  Um die für Dich passende Art der Ernährung zu finden können jedoch folgende Fragen hilfreich sein:

Wie fühlst Du Dich mit Deiner aktuellen Ernährung?
Wie würdest Du Dich gerne fühlen?
Was könntest / würdest Du gerne tun, wenn Du mehr Energie hättest?
Was brauchst Du (Lebensmittel und Art und Weise, wie Du diese aufnimmst), um ausreichend Energie zu haben?

Übung – Bewusste Ernährung

Hier habe ich noch eine wundervolle Übung zum bewussten Essen.

Halte beim nächsten Mal, wenn Du vor dem Kühlschrank oder Süßigkeitenschrank stehst ganz in Ruhe inne.

Atme 3x tief durch die Nase ein und langsam durch den Mund aus.

Spüre in Dich hinein:

Wo an Deinem Körper nimmst Du das Hungergefühl wahr?
In der Magengegend? In der Brust? Im Mund? Im Kopf?

Frage Dich:

Was brauche ich gerade, damit es mir gut geht?
Ist es eine Umarmung? Liebevolle Worte und Gedanken für Dich selbst?
Ruhe und Entspannung? Oder hast Du wirklich hunger?

Welche Art Nahrung brauchst Du?

Aus Langeweile, Müdigkeit, weil Du Nähe brauchst, Gefühl der inneren Leere oder braucht dein Körper Nahrung in Form von Essen?

Nicht immer benötigen wir wirklich Nahrung in Form von Lebensmitteln. Diese Übung hilft Dir, zu erkennen, welche Art von Nahrung Du jetzt gerade brauchst.

Sei wirklich ehrlich mit Dir und handle so, dass Du angemessen auf Deine Bedürfnisse reagierst.

 

Du bist mehr so der Typ fürs Hören?

Den gesamte Blogartikel kannst Du Dir auch als Podcast anhören.

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